Dieci Challenge League: mit Vollgas in die Halbzeit
Wenn ich an Fussball denke, greife ich mir automatisch an meine Narbe auf der Stirn. Sie ist klein, aber seit über fünfzehn Jahren da. Ein Souvenir aus Old Trafford. Von einem Abend, an dem Manchester United auf Manchester City traf und gewann. Hinter mir auf der Tribüne ein Fan, ausser sich vor Freude. Er jubelte, sprang, klammerte sich an meiner Mütze fest. Etwas zu fest. Es tat nicht weh, doch eine Narbe blieb.
War ich ihm böse? Nicht eine Sekunde. Weil ich es verstanden habe.
Fussball reisst Menschen buchstäblich mit. Es ist mehr als ein Hobby. Fussball ist Gefühl. In Manchester genauso wie im Brügglifeld. Auch in der dieci Challenge League geht es um Fussball, der die Spieler, die Klubs und die Fans auf den Rängen bewegt. Die Regeln sind dabei klar: zehn Teams, 36 Spiele, vier Duelle gegen jeden Gegner. Der Erste steigt auf. Der Zweite darf in die Barrage. Der Letzte steigt in die Promotion League ab.
Der lange Weg des FC Aarau
Aktuell ist Winterpause, und wir blicken auf eine intensive erste Saisonhälfte zurück. Schon beim Auftakt am 25. Juli 2025 war klar: Aarau nimmt den nächsten Anlauf. In der Vorsaison war der Aufstieg für den FC Aarau bis zum 28. Spieltag bereits greifbar nah, bis der FC Thun doch noch an ihm vorbeizog. Auch in der Barrage gegen GC blieb den Aargauern das Glück verwehrt: Das 0:4 im Hinspiel warf sie abrupt auf den Boden zurück.
Vaduz holt sich den Platz an der Spitze
In der laufenden Saison geht es für Aarau erneut Kopf an Kopf weiter. Mit nur drei Punkten Abstand haben sich der FC Aarau und diesmal der FC Vaduz deutlich vom Rest der Mannschaften abgesetzt. Kurz vor Weihnachten spitzte sich das Duell zu: Im direkten Aufeinandertreffen verteidigten die Liechtensteiner mit einem 3:2-Heimsieg ihre Tabellenführung.
Klare Favoriten, noch nichts entschieden
Nach 18 Runden steht Vaduz mit 45 Punkten an der Spitze, Aarau folgt mit 42. Dahinter klafft bereits eine Lücke: Yverdon hat 33 Punkte, Stade-Lausanne-Ouchy 29, Xamax 25, Rapperswil-Jona 19. AC Bellinzona ist aktuell Tabellenletzter. Hauptsponsor dieci drückt dennoch allen Klubs fest die Daumen.
Pause, aber kein Stillstand
Der Ball ruht nun bis zum 23. Januar 2026. Für die Klubs ist das keine Ferienzeit, sondern eine Phase der Entscheidungen: Wer ist fit? Wer fällt aus? Welche Spieler machen den Unterschied, wenn’s drauf ankommt? Für die Fans ist es die Zeit, in der man merkt, wie sehr einem diese Liga fehlt. Nicht umsonst werden pro Saison über 400’000 Tickets verkauft.
Mitfiebern macht hungrig
Rund 5,2 Millionen Franken werden bei Challenge-League-Spielen allein für Verpflegung ausgegeben. Wenn darunter nicht auch ein paar Pizzen sind, wäre das wohl die grösste Enttäuschung der Saison. Wir von dieci fiebern mit – aus den Lieferfahrzeugen, vor den Pizzaöfen und vom Büro aus. Geniess die zweite Saisonhälfte. Am besten mit deiner Lieblingspizza in der Hand.